Jean Etienne Liotard 1743 Maria Theresia

nr. sieben

Das Leben einer Kaiserin

Viel Glanz, aber auch viel Elend: Vor 300 Jahren wurde Maria Theresia geboren. An ihrem Image feilte sie wie eine PR-Managerin.

Wie Mozartkugeln, Sachertorte und Salzburger Nockerl sind die Kaiserinnen Maria Theresia und Sisi ein fester Bestandteil österreichischer Selbstinszenierung. Sie sind PR-Dauerbrenner des ganz großen, immer noch barock anmutenden Sehnsuchtstheaters fürs Herz – an der schönen blauen Donau. Die beiden Frauen sind in diesen Rollen Bühnenfiguren, die nur annähernd etwas mit den historischen Persönlichkeiten zu tun haben. Mythos schlägt Lebenswirklichkeit.

Die einzige Landesmutter der Habsburger

Sisi war eine magersüchtige, depressive, psychisch kranke Frau und Maria Theresia eine herrschsüchtige Autokratin. Nichtsdestotrotz hat Letztere ein Leben geführt, das staunen macht, voll Superlative, Liebe, Staatsraison, Niederlagen und Siegen. Das republikanische Schrumpfösterreich feiert am 13. Mai den 300. Geburtstag der einzigen „Landesmutter“ in der langen Herrschaftszeit der Habsburger.

Wer war diese Frau, die 40 Jahre lang absolut, prunkvoll barock und bigott regierte? Sie gebar in 19 Jahren 16 Kinder. Sie verschacherte viele von ihnen lieblos auf dem dynastischen Heiratsmarkt Europas. Ihr Intimfeind, Friedrich der Große, nur fünf Jahre älter, nannte sie eine „Hure“. Sie revanchierte sich und hieß den Preußenkönig ein „Ungeheuer“ und „Monster“.

Martin Van Meytens Um 1744 Maria Theresia Mit Maske
Wer war diese Frau wirklich? Martin van Meytens porträtierte Maria Theresia 1744 mit einer Maske in der Hand.

Die als „Friedenskaiserin“ ins kollektive Gedächtnis Eingegangene war nicht nur das Opfer Friedrichs und anderer Machos auf den Königsthronen Europas. Sie mobilisierte ebenfalls ihr Heer zu Raubzügen und Angriffskriegen. Streng genommen war sie gar nicht Kaiserin. Österreich wurde erst 1804 Kaiserreich. Da war sie schon ein Vierteljahrhundert tot. Maria Theresia war „nur“ regierende Erzherzogin der österreichischen Erblande und Königin von Böhmen und von Ungarn. Sie ist eine Nennkaiserin gewesen. Ihr Mann, Franz Stephan von Lothringen, war als Franz I. Stephan deutscher Kaiser – zu der Zeit mehr oder weniger ein Titel ohne Mittel und Einfluss.

Die 29-Jährige beschrieb der preußische Gesandte am Wiener Hof, Graf Podewils, teils bewundernd, teils despektierlich: „Ihr Wuchs ist eher über als unter Mittelgröße. Sie war vor ihrer Heirat sehr schön, aber die zahlreichen Geburten, die sie durchgemacht hat, dazu ihre Körperfülle, haben sie äußerst schwerfällig werden lassen. Trotzdem hat sie einen ziemlich freien Gang und eine majestätische Haltung. Ihr Aussehen ist vornehm, obgleich sie es verdirbt durch die Art, wie sie sich kleidet. Der kleine englische Reifrock, den sie trägt, entstellt sie.“ Außerdem benutze sie viel Puder, habe einen großen Mund, aber schöne blaue Augen.

Unbeschwerte Jugend

Harte Probe: Regieren und Krieg führen

Als Maria Theresia Walburga, Christina 1717 in Wien zur Welt kam, war ihr nicht in die Wiege gelegt, einmal gegen den Protest der herrschenden Königshäuser Österreichs Regentin zu werden. Zwar hatte ihr Vater, Kaiser Karl VI., mit der „Pragmatischen Sanktion“ 1713 die altehrwürdige Salische Erbfolge nur für männliche Nachkommen gekippt. Damals konnte er nicht wissen, dass ihm seine Frau nie einen Sohn schenken würde.

So wurde Maria Theresia nicht fürs Regieren erzogen, wie etwa ihr späterer Widersacher Friedrich. Sie kam in den Genuss einer unbeschwerten Jugend. die junge Erzherzogin war eine waghalsige Reiterin. Unterrichtet wurde sie in höfischem Benehmen, Religion, Tanz, Musik, Italienisch, Französisch und Spanisch – nicht aber in den slawischen Sprachen des Habsburger Reiches und auch nicht in Ungarisch. Ihr Deutsch war stark wienerisch geprägt.

Die Liebe ihres Lebens

Die ersten Regungen einer lebenslangen Liebe sollen sich schon bei der Siebenjährigen gezeigt haben. Damals kam der fünfzehnjährige lothringische Prinz Franz Stephan an den Wiener Hof. Der charmante Junge gefiel nicht nur der kleinen Maria Theresia, er geriet auch ins Visier der Heiratspolitik ihres Vaters. Als feststand, dass er keinen männlichen Thronerben bekommen werde, suchte er einen Mann für sie. Dabei ging es nicht um die gegenseitige Zuneigung des Paares. Es musste einer sein, der als Mitregent neben der erbberechtigten Tochter die Zügel der Herrschaft in der Hand halten konnte. Außerdem durfte er aus keiner starken Fürstenfamilie kommen. Eine Machtmehrung der Habsburger durch Heirat hätten die europäischen Rivalen nicht geduldet.

1736 fand die Hochzeit der Neunzehnjährigen mit ihrem Traumprinzen statt. Der britische Gesandte in Wien berichtete nach London: „Wenn sie schläft, dann träumt sie nur von ihm. Wenn sie wacht, so spricht sie mit ihren Hofdamen nur von ihm. Man darf dessen gewiss sein, dass sie niemals auf die Regierung und auf ihren Gatten verzichten wird.“ Sie dachte zudem nicht daran, die Herrschaft mit ihrem Mann zu teilen. Und er war klug und mischte sich nicht ein.

Heinrich Friedrich Fueger 1767 Familienbild Maria Theresia
1765, zwei Jahre bevor Heinrich Friedrich Füger die Herrscherfamilie porträtierte, war Maria Theresias Mann Franz Stephan gestorben. Sie hat seinen Tod nie verwunden.

Eine Liebesheirat in einem Herrscherhaus? Das war eine absolute Ausnahme. Das Paar hatte sich Kosenamen gegeben. Sie nannte ihn „Mäusl“, er sie „Chere Mitz“ oder „Reserl“ . Ehen wurden rein aus dynastischen Erwägungen heraus nach politischem Vorteil geschlossen. Man machte sich an anderen Höfen lustig über die bürgerliche Kaprice der Erzherzogin. Auch die bald einsetzenden Seitensprünge ihres Gatten taten der Liebe keinen Abbruch. Maria Theresia war zwar eifersüchtig, bewahrte aber Kontenance.

Nur einer Geliebten ihres Mannes spielte sie einen üblen Streich, der Gräfin Auersperg. Maria Theresia hatte ein Laster. Sie war regelrecht spielsüchtig. Gespielt wurde in ihrem Salon „Pharao“, ein Kartenspiel, bei dem es nicht auf Geschicklichkeit sondern nur auf Glück ankam. Die Herrscherin war berüchtigt für ihre Erfolge am Spieltisch. Die Auersperg konnte die Einladung nicht ablehnen und verlor eine beträchtliche Summe. Um die Spielschulden begleichen zu können, musste sie ihr Haus verkaufen.

Beutegier, Erbfolgekrieg und der Verlust von Schlesien

1740 starb Kaiser Karl VI. Er hinterließ seiner Tochter ein zerrüttetes Staatswesen und ein wenig schlagkräftiges Heer. Maria Theresia trat eine schwere Regentschaft an. Zumal die Fürstenhöfe die Erbfolge nach der „Pragmatischen Sanktion“ nicht anerkennen wollten. Jeder kramte eifrig verwandtschaftliche Erbansprüche aus den Archiven hervor. Man erklärte den Stamm der Habsburger für erloschen. Spanien, Bayern und Sachsen wollten die Habsburgischen Länder kassieren.

Einer machte aus seiner bloßen Beutegier kein Hehl – der junge Preußenkönig Friedrich II.. Er war ebenfalls 1740 an die Macht gekommen. Um seinen verstreuten Landbesitz aus strategischem, aber auch wirtschaftlichem Kalkül zu erweitern, marschierte er in Schlesien ein. Wie er sagte, um den Sachsen zuvorzukommen. Später bekannte er, dass ihn auch Ruhmsucht zu diesem Überfall bewogen habe.

Der acht Jahre dauernde, erbittert geführte Erbfolgekrieg endete mit der Anerkennung der Regentschaft Maria Theresias. Auf Schlesien aber musste sie verzichten. Sie empfand das als persönliche Schmach und sann zeitlebens auf Rache. Sie führte noch vier Kriege gegen Preußen. Der folgende Siebenjährige Krieg von 1756 bis 1763 stellte die militärisch unerfahrene Regentin zusätzlich auf eine harte Probe. Es ging um die Vorherrschaft in Mitteleuropa, gekämpft wurde aber auch in Nordamerika, Indien und in der Karibik.

  • Martin Van Meytens Um 1752 1753 Maria Theresia
    Das Gemälde von Martin van Meytens von 1752/53 zeigt eine gefestigte Herrscherin.
  • Martin Van Meytens Um 1759 Maria Theresia
    Gleiche Pose, gleicher Maler, sieben Jahre später: Ein harter Zug um den Mund charakterisiert die strenge Regentin.

Bei der Zerschlagung Polens war Maria Theresia eifrig dabei. Um sich mit Frankreich zu verbünden, warf sie moralische Bedenken gegen Madame de Pompadour über den Haufen und nutzte den Einfluss der verabscheuten Mätresse auf Ludwig XV.. Für ihre Töchter arrangierte sie Ehen hauptsächlich mit Bourbonen, um zu einer Allianz gegen Preußen zu kommen, das mit England verbunden war.

Im eigenen Land führte sie eine Keuschheitskommission ein. Die hatte auf die Einhaltung der katholischen Sexualmoral zu achten. Zeitgenossen höhnten, sie habe die Sittenwacht eingeführt, um ihrem Gatten eins auszuwischen. Die Fürstin, im jesuitischen Geist erzogen, blieb auch in den rigiden Religionsvorstellungen der Voraufklärung verhaftet. Sie sprach den Protestanten das Recht auf freie Glaubensausübung ab. Juden verbannte sie aus ihren angestammten Wohngebieten. 20 000 jüdische Bewohner mussten das Prager Ghetto verlassen.

Gepriesen wird Maria Theresia als eine aufgeklärte Absolutistin. Das war sie irgendwie auch, aber eher wider Willen und auf Druck ihres Sohnes, Joseph II, der 1764 in der Nachfolge seines Vaters zum deutschen Kaiser gekürt worden war. Sie trieb Bildungs-, Gebiets- und Justizreform voran, erleichterte das Los abhängiger Bauern von ihren Grundherren. Dahinter stand nicht humanistische Überzeugung, sondern purer Pragmatismus. Sie hatte erkannt, dass sie nur so ihre Länder wettbewerbsfähig machen konnte. Im Grunde ihres Herzens war sie überzeugt, dass sie von Gottes Gnaden zum Herrschen und ihr Volk zum Gehorchen geboren waren.

Heile Welt inmitten barocker Pracht und einer großen Kinderschar

Herrschaftssicherung durch Image-Aktionen betrieb Maria Theresia mit Raffinesse – wie eine PR-Managerin. Dazu gehörte die barocke Prachtentfaltung ihrer Hofhaltung. Für den repräsentativen Rahmen ließ sie Schloss Schönbrunn ausbauen. Sie pflegte ihren Ruf als treu sorgende Familien- und Landesmutter. Die immerwährende Reklame funktionierte prächtig. Sie führte mit Vorliebe ihre große Kinderschar vor. Was bei amerikanischen Politikern heute zum Auftritt in der Öffentlichkeit gehört, mit Frau und Kindern eine heile Welt vorzugaukeln, war auch ihre Strategie. Als sie in Ungarn um Unterstützung der Führungselite des Adels werben musste, trat sie mit Sohn Joseph an der Hand auf.

Von ihren 16 Kindern, drei Söhne und 13 Mädchen, wurden nur zehn erwachsen – die Pocken machten vor den Kinderzimmern im Schloss nicht Halt. Oberstes Erziehungsziel war: Ihre Kinder für ihre künftige Rolle beim Erhalt der habsburgischen Dynastie im Geflecht der regierenden europäischen Geschlechter fit zu machen.
Dementsprechend war der von ihr peinlich genau ausgearbeitete Erziehungsplan. Fürs Praktische waren die Ajas und Ajos, die Erzieherinnen und Erzieher, zuständig. Schwiegertochter Isabella von Parma schrieb von „der Kaltherzigkeit, dem Misstrauen“ der Regentin gegenüber deren Nachwuchs: „Was ihre Kinder betrifft, so liebt die Kaiserin sie, doch geht sie von einem falschen Grundsatz aus, der in allzu großer Strenge besteht.“

„Ihr wisst, dass die Frauen ihren Männern Gehorsam schulden. (...) In diesem Gebot gibt es keine Ausnahme und es wird Euch darin nichts geschenkt.“ Maria Theresia

Politische Interessen gingen vor dem Glück der Töchter. Der krasseste Fall: Die jugendliche Erzherzogin Maria Josepha sollte mit dem als unattraktiv, schwachsinnig, und grob geltenden König von Neapel-Sizilien verheiratet werden. Als sie an den Pocken starb, wurde Schwester Maria Karolina gezwungen, das Opfer zu bringen. Der Zustand des künftigen Gemahls wurde ihr verheimlicht. Die Kaiserin gab der Tochter jedoch mit auf den Weg: „Ihr wisst, dass die Frauen ihren Männern Gehorsam schulden, dass sie ihren Willen und selbst ihre Launen ertragen müssen. ( . . . ) In diesem Gebot gibt es keine Ausnahme und es wird Euch darin nichts geschenkt.“ Nur ihrer Lieblingstochter Marie Christina gestattete sie eine Liebesheirat.

Kontrollsucht und feuchte Träume

Jean Tienne Liotard 1762 Maria Theresia
Maria Theresia herrscht nicht nur über das Habsburgerreich, sondern auch über ihre Kinder. Das Gemälde von Jean Tienne Liotard zeigt sie im Alter von 45 Jahren - bereits ergraut.

Die größten Sorgen bereitete der Kaiserin ihre jüngste Tochter, Maria Antonia, die spätere Marie Antoinette. Sie war für den wichtigsten Schachzug in der habsburgischen Heiratspolitik vorgesehen. Als 14-Jährige wurde sie mit dem 15-Jährigen französischen Thronfolger, dem Enkel Ludwig XV., verheiratet – eine Kinderehe. Mit ihr schickte Maria Theresia einen Aufpasser nach Paris. Er hatte die kontrollsüchtige Mutter über das Verhalten ihrer Tochter detailliert zu informieren.

Als die Kaiserin erfuhr, dass ihre lebenslustige Tochter lieber die Nächte durchfeierte, als mit ihrem Mann ein Schlafzimmer zu teilen, wurde Bruder Joseph nach Paris geschickt, um dem blutjungen Paar ins Gewissen zu reden. Sein Bericht an Bruder Leopold war derb und direkt. Er schrieb am 10. Juni 1777: Der Dauphine habe „ausgezeichnete Erektionen“, allerdings verharre er „regungslos vielleicht zwei Minuten lang“, ziehe sich zurück und wünsche seiner Frau gute Nacht. „Das Ganze ist unbegreiflich, weil er manchmal feuchte Träume hat“, berichtet Joseph weiterhin. „Er ist völlig zufrieden und gibt offen zu, dass er den Akt nur als Pflichtübung betrachtet und keinerlei Vergnügen daran findet. Ach, wenn ich nur einmal hätte dabei sein können, ich hätte es ihm schon beigebracht! (...) Was meine Schwester betrifft, ist sie auch nicht gerade sinnlich veranlagt, und beide zusammen sind ein Paar von ausgemachten Stümpern.“

Die brüderliche Gardinenpredigt scheint gefruchtet zu haben. 1778 gebar Marie Antoinette die Tochter Marie Thérèse Charlotte. Thronfolger Louis Joseph Xavier Francois kam 1781 zur Welt, starb aber 1789 an Rachitis. Der zweite Sohn, Lois Charles, wurde 1785 geboren. Seine Mutter musste 1793 das Schafott besteigen. Ihr Sohn überlebte sie nur um zwei Jahre.

"Die Füße, Brust, Augen gehen zugrunde, erstere sind schwer geschwollen, ich erwarte täglich das Aufbrechen.“ Maria Theresia

Maria Theresia lebte da schon nicht mehr. Nach dem plötzlichen Tod ihres Gatten 1765 hatte sie noch 15 Jahre vor sich. Sie trug schwarze Witwenkleider und verfiel in Depression. Sie bekannte in einem Brief an ihre Freundin Salerl: „Ich bin sehr fett (…), auch rot. Die Füße, Brust, Augen gehen zugrunde, erstere sind schwer geschwollen, ich erwarte täglich das Aufbrechen.“ Sie litt an Atemnot und ließ in ihren Schlössern mechanische Treppenlifte einbauen, um in obere Geschosse gelangen zu können. Die Kaiserin aß wenig und sprach kaum dem Alkohol zu. Ihre Fettleibigkeit war die Folge schwerer Wassersucht, ein verbreitetes Leiden. 1776 war sie noch an Pocken erkrankt. Sie überlebte zwar, trug aber entstellende Narben davon.

„Sie saß in einem Sessel, hatte eine geheftet Haube auf und einen braunen Männerschlafrock an (den ihres verstorbenen Mannes), den sie allzeit trug und in dem sie auch starb. Um 9 Uhr abends stand sie plötzlich von ihrem Sessel auf und brach zusammen.“ Maria Anna, Tochter von Maria Theresia

Das Ende kam am 29. November 1780 nach einem Jagdausflug, den die Kaiserin, die ihre Gebrechen als göttliche Prüfung hinnahm, in einem offenen Wagen absolvierte. Sie zog sich eine Lungenentzündung zu. Im Sterbezimmer schrieb sie an alle Kinder einen Abschiedsbrief. Tochter Maria Anna erinnerte sich an die letzten Stunden: „Sie saß in einem Sessel, hatte eine geheftet Haube auf und einen braunen Männerschlafrock an (den ihres verstorbenen Mannes), den sie allzeit trug und in dem sie auch starb. Um 9 Uhr abends stand sie plötzlich von ihrem Sessel auf und brach zusammen.“

„Was mir bleibt und ich mit Ungeduld erwarte, ist meine Aufbahrung." Maria Theresia

Maria Theresia hatte ihren Tod herbeigewünscht. Sie schrieb selbst: „Was mir bleibt und ich mit Ungeduld erwarte, ist meine Aufbahrung. Denn in meinem Sterbekleid werde ich vereint sein mit dem einzigen Gegenstand meiner Liebe.“ In ihrem Gebetbuch fand man eine handschriftliche Notiz der Kaiserin: „Der Witwenstand ist eine buß, eine zubereitung zum tod.“

Text: Harald Raab
Gemälde: Andreas Möller (1727), Jean-Etienne Liotard (1743, 1747, 1762), Martin van Meytens (1744, 1753, 1759), Anton von Maron (1773) und Heinrich Friedrich Füger (1767)
Fotos: dpa, Wikimedia

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