Veranstaltung

Die Gewinner des #mzhack17 stehen fest

Beim zweiten Hackathon des Mittelbayerischen Medienhauses wurden am Samstag die Sieger gekürt. Es gewinnt der „Chefbot“.

Mehr als zwei Tage lang haben die Teilnehmer des zweiten Hackathons des Mittelbayerischen Medienhauses, der in diesem Jahr unter dem Motto „Mensch/Maschine“ stand, an ihren Ideen gearbeitet. Unter Anleitung von Experten des „next media accelerator“, mit dem die MZ den #mzhack17 (Lesen Sie hier eine Reportage zum Thema) gemeinsam organisierte, kamen neun kreative Prototypen und teilweise sogar fertige Produkte heraus, mit denen die Entwickler ins Geschäft einsteigen wollen.

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Das Team "regiobox" bei der finalen Präsentation. Foto: altrofoto.de

Während einige Gruppen an ihren Konzepten festhielten, haben andere zwischen Donnerstag und den finalen „Pitches“ am Samstagabend eine 180-Grad-Wendung hingelegt: Bei den Kurzpräsentationen hatten sie nur drei Minuten Zeit, um die Jury von ihrem Produkt zu überzeugen.

Gelungen ist das unter anderem den Machern von „Chefbot“. Sie entwickelten eine Software, die den Nutzer mit Hilfe einer Sprachsteuerung durch Kochrezepte navigiert. Will der Benutzer beispielsweise Burger zubereiten, hilft das Programm durch gezielte Nachfragen, genau den Burger herauszufinden, den er sich wünscht. Doch „Chefbot“ kann nicht nur das: Der Bot erstellt auf Wunsch auch eine Einkaufsliste und ordert die fehlenden Produkte im Internet. Ist der digital affine Koch bereit zum Kochen, unterstützen Videos die Unerfahrenen bei der richtigen Zubereitung. Das überzeugte die Jury: Die drei Entwickler erhielten nicht nur den mit 2000 Euro dotierten „Best Overall“-Preis, sondern auch den „Special Award Media Lab“. Zwei Monate dürfen lang sie nun in den Räumlichkeiten des Startup-Förderers arbeiten und profitieren von dessen Netzwerk.

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    Alfred Rauscher von der R-Kom kürte den Gesamtsieger: das Team „Chefbot“ (Jonathan Rogalli, Andreas König, Florian Fritz). Foto: altrofoto.de
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    Der Sonderpreis des Media Lab Bayern, übergeben von der Leiterin Lina Timm, ging ebenfalls an „Chefbot“. Foto: atrofoto.de
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    Den Preis für die beste Innovation bekam das Team „baV/ARia“, bestehend aus Laura Schwarzbach und Verena Schlott, von OTH-Professor Markus Heckner. Foto: altrofote.de
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    Für den besten Pitch wurde „Regiobox“ – Bianca Knoll, Michael Fischer, Tobias Mooshammer – von Georg Martin (Dallmeier Electronic) ausgezeichnet. Foto: altrofoto.de

In der Kategorie „Best Innovation“ gewann „baV/ARia“. Die Entwicklerinnen Laura Schwarzbach und Verena Schlott wollen mit ihrem Produkt die Attraktivität von Museen für junge Leute steigern. Augmented-Reality- und Virtual-Reality-Elemente sollen den Gästen ein neues Besuchserlebnis bereiten. Auch für einzelne Events wollen sie auf Kundenwunsch virtuelle Realitäten erschaffen.

Die Macher der „Regiobox“ überzeugten die Jury mit ihrer Präsentation. Sie gewannen die Wertung „Bester Pitch“. Die „Regiobox“ ist eine Geschenkkiste, die gefüllt ist mit regionalen Produkten. Innerhalb der kurzen Zeit schufen die frischen Unternehmer eine vollfunktionale Website und brachten die erste „Regiobox“ bereits an einen Kunden. Der Sieg in der Kategorie ist mit einem Scheck in Höhe von 500 Euro verknüpft.

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Den Special Award "kult.de" gewannen mit ihrem „Kultbot“ Armin Roth, Michael Neu, Raphael Hetzel und Robert Kobiella und freuten sich über einen Scheck in Höhe von 500 Euro, den MZ-Chefredakteur Manfred Sauerer übergab. Foto: altrofoto.de
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Den Special Award "Mittelbayerische Maps" übergab MZ-Redakteur Mario Geisenhanslüke an „Emptypockets“ (Jana Wolf, Sebastian Böhm, Andreas Schlattl, Lukas Rückerl, Sebastian Bayerl, Stefan Kaschner, Katharina Eichinger). Foto: altrofoto.de

Ebenfalls 500 Euro erhielten die Gewinner in den Kategorien „Special Award Mittelbayerische Maps“ und „Special Award kult.de“. Mit ihrer Verknüpfung mit dem Online-Kartendienst der Mittelbayerischen Zeitung überzeugte das Team „Emptypockets“. Ihre Idee: In einer Smartphone-App werben regionale Einzelhändler mit ihren Coupons. Die App ist standortbasiert und lernfähig: Dem Einen zeigt sie einen Rabatt im Sportgeschäft an, demjenigen, der bisher seine Coupons lieber in der Bar um die Ecke eingelöst hat, verschweigt sie das für ihn unpassende Angebot. „Emptypockets“ soll schnell und flexibel arbeiten: Je nach Wetter können die passenden Rabatte eingespielt werden, erklärten die Entwickler.

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    So war der Abschlussabend des #mzhack17. Foto: altrofot.de
  • Siegerabend 16
  • Siegerabend 5
  • Siegerabend 13
  • Siegerabend 2

Die App „re:kult“ soll die junge Zielgruppe auf das Onlineportal „kult.de“ losten. Neben der passenden Aufbereitung für die Zielgruppe wollen die Macher auch eine spezielle Gesichtserkennung etablieren. Die Nutzer können ein Foto von sich hochladen, das anschließend mit den Partybildern auf der Plattform abgeglichen wird. Ein integrierter Chatbot kann außerdem Vorschläge zu dem einen oder anderen Event vorschlagen.

Auch wenn es anstrengende Tage waren, freuen sich die Organisatoren schon auf den nächsten Hackathon – und hoffen, auch dann unter den Produktentwicklern Wiederholungstäter begrüßen zu dürfen.

Die Köpfe des Hackathons

Organisation

Der zweite Hackathon des Mittelbayerischen Medienhauses wurde gemeinsam mit dem next media accelerator aus Hamburg organisiert. Neben dem Team der Mittelbayerischen Zeitung standen so der CEO des nma Dirk Zeiler, der CMO Meinolf Ellers, die Program Managerin Sabela Garcia Cuesta sowie Josefin Zeiler von Customer Dating den Teams mit Rat und Tat zur Seite.

Sponsoren

Um den #mzhack17 überhaupt möglich zu machen und auch für das leibliche Wohl der Teilnehmer zu sorgen, unterstützten das Elektronik-Unternehmen Conrad, der Software-Dienstleister nbsp, die Regensburger Telekommunikationsgesellschaft R-Kom, die Regensburger Dallmeier Electronic GmbH sowie die Brauerei Bischofshof und "mymuesli" die Veranstaltung.

Der NewsBlog zum #mzhack17:

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